“You’ll live more in five minutes going fast on a bike than other people will in all of their life.”
- Marco Simoncelli
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Was bedeutet Motorradrennsport für mich?

Über mich

Mein Name ist Alessandro Binder. Ich bin 17 Jahre alt und fahre seit 2020 Motorradrennen. Parallel zu meiner sportlichen Karriere absolviere ich derzeit eine KV-Lehre, die ich im Sommer 2027 abschliessen werde. Anschliessend möchte ich nach Spanien ziehen, um mich noch intensiver und professioneller dem Motorradrennsport widmen zu können. Für meine bisherigen Leistungen im Motorsport habe ich die Olympische Karte von Swiss Moto erhalten – eine Anerkennung für mein sportliches Potenzial und meine Entwicklung im internationalen Nachwuchsrennsport. In meinen ersten vier Saisons sammelte ich Rennerfahrung in den Kategorien Mini Bike in Deutschland sowie in der MiniGP World Series in Italien. 2024, in meiner fünften Saison, startete ich mit dem ehemaligen WM-Team Kiefer Racing im Northern Talent Cup und beendete die Meisterschaft auf dem 8. Gesamtrang.

In der Saison 2025 startete ich wiederum im Northern Talent Cup mit dem Ziel, den Sieg zu holen. Während des Winters habe ich mich in Italien und Spanien vorbereitet und bin dann mit meinem neuen Schweizer Team in die Saison gestartet. Leider war diese Saison etwas durchwachsen. In nicht allen Rennen hatte ich das Motorrad zur Verfügung, das mich auf Top Level performen liess. Oft hatten wir Probleme mit der Abstimmung des Fahrwerks und dem richtigen Reifendruck. Trotz 4 Podien und einer Pole Position konnte ich Ende Saison nur Platz 5 erreichen, zu wenig für meine Ansprüche.

Saison 2026

Ende der Saison 2025 durfte ich noch zwei Gaststarts mit einem für mich völlig neuen Motorrad auf unbekannten Strecken bestreiten und konnte dabei für einen Neuling gute Resultate erzielen. So sehr, dass ich ein Angebot eines in der Sportbike WM aktiven Teams erhielt. Auf die Saison 2026 wechsle ich nun das Paddock, wo ich mit dem Tschechischen Panattoni BGR Smrz Racing Team als Pilot im FIM Yamaha R3 bLU cRU World Cup fahre. Diese Chance will ich nutzen, um mich für die Weltmeisterschaft im 2027 zu empfehlen.

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Die Story hinter #85

Für mich hat die #85 eine besondere Bedeutung. Eines meiner grössten Vorbilder im Motorradsport ist Marco Simoncelli, der mit der Startnummer #58 gefahren ist. Als ich angefangen habe, mich mehr für den Motorradsport zu interessieren, hat mich seine Art zu fahren und seine Persönlichkeit schnell begeistert. Die #58 wollte ich aber nie einfach übernehmen. Stattdessen habe ich die Nummer umgedreht – und so wurde #85 zu meiner eigenen Startnummer.

Rennsport-Geschichte

Schon als kleiner Junge raste ich mit meinem Laufrad und später mit dem Fahrrad durch die Gegend. Als ich dann schliesslich 2019 den MotoGP von Italien in Mugello besuchte, war es um mich geschehen. Ich wusste, ich will Motorradfahrer werden.

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Im Jahr 2025 entschieden wir uns, mit einem eigenen Schweizer Team an den Start zu gehen. Der Aufbau eines neuen Projekts brachte jedoch deutlich mehr Herausforderungen mit sich als erwartet. Die Saison gestaltete sich organisatorisch und vor allem technisch sehr anspruchsvoll.

Während des Jahres traten wiederholt Schwierigkeiten im technischen Bereich sowie bei der Abstimmung des Motorrads auf, wodurch es oft schwierig war, das volle Potenzial auf der Strecke auszuschöpfen. Diese Umstände machten es nicht immer einfach, konstant um die vorderen Positionen zu kämpfen.

Trotz dieser Herausforderungen gelang es mir, in mehreren Rennen konkurrenzfähig zu bleiben und vier Podestplätze zu erreichen. Am Ende schloss ich die Saison auf dem 5. Gesamtrang ab. Auch wenn das Resultat nicht ganz den Erwartungen entsprach, nehme ich aus dieser Saison viele wichtige Erfahrungen für meine weitere Entwicklung im Rennsport mit.

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In der Saison 2024 startete ich mit dem renommierten ehemaligen Weltmeisterteam Kiefer Racing im Moto4 Northern Talent Cup auf einer Honda NSF 250 R. Der Wechsel in diese Kategorie bedeutete einen weiteren großen Schritt in meiner Entwicklung und brachte neue Herausforderungen mit sich.

Es gelang mir, mich regelmässig in den Top 10 zu platzieren. Dabei konnte ich auf internationalem Niveau wertvolle Erfahrungen sammeln und mich fahrerisch weiterentwickeln. Am Ende beendete ich die Saison auf dem  8. Gesamtrang.

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In der Saison 2023 wechselte ich innerhalb der CIV Junior eine Klasse höher auf eine 190cc Ohvale. Mit zunehmender Erfahrung gelang es mir, mich besser im starken Teilnehmerfeld zu behaupten und einige sehr gute Rennleistungen zu zeigen.

Diese Entwicklung blieb auch anderen nicht verborgen und führte zu zwei Angeboten von Teams für die folgende Saison.

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2022 wechselte ich nach Italien und startete in der italienischen Meisterschaft  Campionato Italiano Velocità (CIV) in der Kategorie CIV Junior im Rahmen der MiniGP World Series auf einer 160 cc Ohvale. Der Schritt nach Italien bedeutete ein deutlich höheres fahrerisches Niveau. Die Saison half mir, mich fahrerisch sowie mental weiterzuentwickeln.

Im Herbst und während des Winters nutzte ich die Zeit für zusätzliche Trainings in Italien und Spanien und begann außerdem mit Motocross, um meine Fahrtechnik weiter zu verbessern.

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2021 startete ich in meine zweite Saison im ADAC Mini Bike Cup. Im Verlauf des Jahres gelang es mir, mehrere Podestplätze einzufahren und konstant Punkte zu sammeln. Im siebten Rennen der Saison konnte ich schließlich meinen ersten Sieg feiern.

Die Saison verlief intensiv und forderte mich sowohl körperlich als auch mental. Nach einem Sturz verletzte ich mir das Handgelenk, kämpfte mich jedoch zurück und stellte mich weiterhin den Rennen. Mit viel Einsatz und Durchhaltewillen konnte ich die Saison erfolgreich auf dem
3. Gesamtrang abschließen.

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2020 organisierte mein Papa für mich einen Schnupperkurs beim ADAC in Deutschland. Instruktor Armin Winter erkannte schnell mein Potenzial und ermutigte uns, am ADAC Mini Bike Cup teilzunehmen.

So startete ich ohne vorherige Rennerfahrung in meine erste Saison. Trotz der vielen neuen Eindrücken und Herausforderungen konnte ich mich schnell an das Rennumfeld gewöhnen und wichtige Erfahrungen sammeln. Am Ende blickte ich zufrieden auf meine Rookie-Saison zurück.

Nächste Rennen

Im Rahmen des FIM Yamaha R3 bLU cRU World Cup

09 Apr
Pre season test
Cremona, Italien
02 - 03 mai
Round 1
Balaton Park, Ungarn
30 - 31 Mai
Round 2
Aragón, Spanien
11 - 12 Jul
Round 3
Donington, UK
05 - 06 Sep
Round 4
Magny Cours, Frankreich
26 - 27 Sep
Round 5
Cremona, Italien
10 - 11 Okt
Round 6
Estoril, Portugal
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Gemeinsam auf die Strecke

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